Habt ihr schon mal etwas von den Lava Pools in Porto Moniz gehört? Nein?

Wir vor dem Antritt unserer Reise auch nicht 😇 Aber wer nach Madeira kommt, sollte auf jeden Fall auch einen Stopp bei den Lava Pools einplanen. Das kleine Dorf, das früher der abgeschiedenste Ort der Insel war, ist heute vergleichbar “einfach” mit dem PKW zu erreichen.

In dem kleinen Ort angekommen, erwarten uns natürliche Meeresschwimmbecken, die von Felsformationen eingerahmt sind und von der Flut mit glasklarem Wasser gefüllt werden. Diese besonderen Lava Pools sind vor Jahrtausenden durch vulkanische Aktivitäten entstanden und sind heute natürlich eine sehr beliebte Touristenattraktion. Das plantschen in diesen natürlichen Pools ist schon allein dank der Kulisse ein spektakuläres Erlebnis. Wer würde nicht gerne zwischen diesen Lavafelsen hindurch schwimmen?

Ähm, wir nicht – Viel zu kalt! 😂

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Sweet Portugal!

Ich packe meinen Koffer und nehme mit…. Nicht viel, denn für unseren Ryanair Flug nach Porto durfte es nicht viel sein. Ein bisschen Textiles und Sonnencreme mussten reichen. Mit drei Stunden Flugverspätung ging es dann endlich von Köln nach Portugal. Objetivo Porto. Von Porto ging es dann mit dem Volvo V40 von europcar in Richtung Porto City. Unsere erste Nacht in der charmanten Unterkunft O Porto Loft war sehr angenehm und der Urlaub konnte eingeleutet werden. Schnell zog es uns aber ans Meer in die Gegend rund um Afife und Amonde ?

Novamente trazer valor! ?

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Alpen Tag 3: Bozen – München

10:00 Uhr und wir treffen uns wie verabredet. Mittlerweile sind wir alle wieder nüchtern – und so tritt auch die Ernüchterung ein. Schnell stellen wir fest, dass unsere Bar Kollegen von gestern Abend eine kulinarische Tour geplant haben und Dreh und Angelpunkt das pünktliche erreichen des nahe gelegenen Restaurants um 12:00 Mittags ist. Wir wiederum haben einige Kurvenkilometer vor uns und wollen den fern gelegenen Passo di Giau um die ähnliche Zeit erreichen. Also wird schnell umgeplant und wir treten die Touren getrennt an.

Bei uns gehts los über den Karenpass direkt hinter unserem Hotel. Schon hier merken wir das Plus an Verkehr, dass eine Großstadt wie Bozen mit sich bringt. Aber wir haben die Tour nicht zu stressig geplant und so lassen wir immer wieder mit Päuschen ein wenig Raum zwischen unseren lahmenden Vorfahrern und uns entstehen um dann locker von unten wieder ran zu rollen. Der Karenpass führt immer wieder durch Ortschaften nur auf gut 1700m – wir hätten fast in der Eifel bleiben können 😉 Zur Aufheiterung versuchen wir uns an Filmaufnahmen… aber da sind wir noch kein eingespieltes Team. Die beste Filmaufnahme ist dieses Foto

Weiter gehts über den Passo di Fedaia. Gut, dass wir hier den Blitzerwarner dabei haben. Die Blitzer stehen fair in und um Ortschaften – nicht, dass wir hier zu schnell wäre – aber die schiere Masse an Blitzern in freier Wildbahn ist atemberaubend. Genauso wie der Lago di Fedaia. Fahrerisch wars noch kein Highlight. Aber die Natur entschädigt.

Dauerhaft von übertriebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen, Baustellen und Blitzern gehemmt geht es weiter in Richtung des heutigen Etappenhöhepunkt: dem Passo die Giau. Gleiches Bild hier: Verkehr und Geschwindigkeitsbegrenzungen trüben – abgesehen von einzelen Driftvorfällen – ein wenig das Bild. Die Natur entschädigt mal wieder.

Beim Abstieg geraten wir in eine andere sportliche Gruppe … aber nach 500m hängen wir hinter einem Bus fest! Die Kollegen sind etwas deutlicher – aber ihr melodisch-freundliches Hupkonzert wird vom Busfahrer nicht mit Passieren honoriert. Erst im Tal und auf der Weiterfahrt über den Passo di Falzarego gibt es noch mal ein paar Kilometer freie Fahrt. Aber auch immer wieder Busse und langsame Autos. Hierher kommt man wohl eher Ü60 zum wandern. Wir schließen den Klappenauspuff und dämmen den Luftfilterkasten um unauffällig über den Passo die Campolongo zum letzten geplanten Pass zu schleichen. Über die Streckenführung kann man sich auch hier nicht beschweren – aber mehr als mit dem Verkehr rollen ist nicht möglich.

Aber auch das Grödner Joch (Passo di Gardena) ist übersät von Bussen und Autofahrern, die nur unbedeutend schneller sind als die nach wie vor in Massen auftretenden, fest im Boden verankerten Autovelox (Blitzer).

Ein wenig ernüchtert vom letzten Tag beschließen wir Seppos BMW Navi Richtung München zu folgen. Aber das stellt sich als positive Überraschung und würdigen Abschluss eines geilen Wochenendes dar. Konsequent werden vorhandene Autobahnen oder Landstraßen ignoriert und wir auf kurvigen und menschenleeren Sträßchen gen Norden gelotst. Dabei passieren wir auch den Brennerpass. Eigentlich war er nicht eingeplant, da ich ihn nicht gut in Erinnerung hatte. Heute stellt er sich aber als Higlight dar. Geschmeidige Kurven, wenig Verkehr, Überholmöglichkeiten wenn doch mal ein Mini auftaucht – so kann mans sich gefallen lassen. Und so gabs am Ende doch noch die ein oder andere Erleuchtung.

Fazit: 1100km, 4 Tankfüllungen und 6mm Profilschwund an den Hinterreifen. Cool wars!

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Alpen Tag 2: Stilfser Joch – Bozen

Los geht es auch heute wieder mit Behinderungen. Im Hotel waren wir noch die letzten, die bei wunderschönes Wetter aufgebrochen sind… der Parkplatz war am Vorabend noch überfüllt:

Aber schon 100m weiter auf der Passhöhe Stilfser Joch tobt die Trecker Hölle.

Warum auch immer man mit einer untermotorisierten, mittelalterlichen Agrarmaschine jenseits der Vegetationsgrenze die Rennstrecke verschmutzt… hunderte taten es an diesem Tag.

Nicht aus zu halten – also schnell abbiegen Richtung Schweiz. Die netten Schweizer im Bentley sind hilfsbereit eine schöne SD Karte für die 360° Kamera auf zu treiben. Nano-SD-Karten sucht man leider vergebens. Absolutes Highlight natürlich: Der S “nullt” auf 2500m auf der Passhöhe vom Umbrail-Pass. Happy Birthday, alter Mann! 🙂

Jetzt bloß keinen Fehler machen und wieder in Richtung Trecker abbiegen – als nächstes wartet der Passo die Gavia auf uns. Die Rampe auf der Nordseite weiß mit weiten Kurven zu gefallen. Der Abstieg über die Südrampe hingegen gerät so eng und knapp, dass man vor lauter rangieren bei Gegenverkehr nicht zum Fahren kommt. Landschaftlich ists natürlich trotzdem eine Augenweide. Da darf auf Filmaufnahmen natürlich nicht verzichtet werden.

Nach einer Stärkung gehts weiter zum Passo del Tonale. Ich glaube er ist ganz nett allerdings mit ein paar Asphaltschäden … aber ich hab keine genaue Erinnerung mehr 🙂

Kurz vor Bozen dann unser letzte Pass für heute. Nur 1363m hoch ist der Mendelpass – er kann uns trotzdem mit seinen geschmeidigen Kurven und dem abnehmenden Verkehr überzeugen. Seine Unscheinbarkeit verhilft uns zu freier Fahrt – wir leiben ihn. Auch die Straßen sind von überzeugender Qualität und die Querbeschleunigung kann maximiert werden. Ein wirklicher Genuss! Nur das Deutschlandspiel hält uns davon ab zu wenden und den Pass noch einmal zu fahren.

Also auf – eine Unterkunft suchen. Für Erheiterung sorgt unwegsames Gelände in Kombination mit dem gigantischen Radstand des M2. Nur mit Glück kriegen wir den BMW da wieder runter geschaukelt 😀

Die Unterkunft ist gefunden. Unschwer zu erkennen: deutlich moderner als gestern:

Krönender Abschluss für heute: Deutschland Spiel gegen Schweden. Nach 0:1 Rückstand und hämischen Lästereien unserer italienischen Gastgeber schießt Toni Kroos in der 95. Minute das erlösende 2:1. Es folgen alkoholisierte Diskussionen über Fußball, Stefan, 25 Autos in einer Garage, einen 55 jährigen Wirt ohne Führerschein der seine Autos bisher immer nur im Kilopreis verkauft hat und die morgige gemeinsame Ausfahrt. Wird sind für 10:00 verabredet 🙂

 

 

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Alpen Tag 1: München – Stilfser Joch

Der aufregende Trip begann schon in München. Das angemietete 550PS Auto hatte kein Profil mehr auf den Reifen… Und adäquaten Ersatz bei Sixt zu bekommen war mir jede Menge Diskussionen und Fahrerei verbunden. Schliesslich ging es dann doch mit 2h Verspätung los. Zum Glück hatten wir nicht so viele Kilometer geplant heute.

Erster Pass: Kaunertaler Gletscher Strasse. Wir sind spät da und es ist eine Sackgasse ohne Durchgangsverkehr, die Strasse ist also herrlich leer und so geht es vorbei an Kühen und Ochsen rauf auf 2750m.

Oben ist es noch 2°C und es schneit (ganz leicht).

Weiter über den Reschenpass der bis auf den untergegangenen Kirchturm von Alt-Graun kein Highlight darstellt. Also schnell weiter, denn ein Highlight wartet noch auf uns: das Stilfser Joch, das wir mittlerweile im Dunkeln, aber nicht unbeobachtet, erklimmen.

Pennen auf 2757m in einem Hotel wie es moderner kaum sein könnte 😉

Mit ein wenig Schwierigkeiten gestartet fallen wie doch zufrieden und hundemüde ins Bett.

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