Heute ging es kurzentschlossen mit dem Fatbike raus, denn das Wetter war unerwartet gut.
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Zwischendurch musste Frank noch einem wild gewordenen Franzosen, in seinem außer Kontrolle geraten Heißluftballon, der eine Bruchlandung in den Bäumen am See eingelegt hatte, zurück auf’s Eis helfen, damit er wieder aufsteigen konnte. Die Frage, ob ein Start auf dem Eis OK sei, beantworte Frank mit “Ach, du meinst mich!? Äh, keine Ahnung!” Worauf der Franzose im Heißluftballon nur sagte “Ach so, du kommst gar nicht von hier!!” … Ende gut, alles gut: Der Heißluftballon hat kein Loch ins Eis gebrannt und war am Ende, samt Franzose, wieder in der Luft. Na dann, gute Reise Pro! ???
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Unser Ziel war heute das 15km entfernte Café Kotamaja, welches sich in einem kleinen Tal zwischen den Hügeln befindet.
Erreichbar für Wintersportler aller Art, maximal aber mit dem Snowmobil erreichbar, ging es für uns “quer Wald ein” über die Fatbike-Trails, bis hin zu unserem Ziel.
Atemberaubende Natur ?
Fazit des Tages: Fahr immer deinen eigenen Weg! ??
Heute haben wir ausgeschlafen und sind nach einem leckeren Frühstück raus in den Schnee um ein wenig Footage für euch (und uns ?) auf zu nehmen.
Alles war dabei: Die 360-Grad-Kamera, Bibo, die Digitalkamera, der Arschlochkoffer, die Powerbank, jede Menge Kabel und Stative, 3 Handys und nicht zu vergessen, die GoPro. Chaos im “Kofferaum” ist also vorprogrammiert! Wer hat eigentlich behauptet dass Urlaub entspannt sei!? ? Aber hey, am Ende halten wir genau mit diesem Equipment unsere Erlebnisse für immer fest. ?
Jeder Flug ein Abenteuer! ?“Landeplatz für Helikopter!” ?
Es hat drei Jahre gedauert bis wir wieder zurück gekommen sind. Wie die Zeit vergeht!! Den ersten Abend haben wir natürlich direkt in unserem Lieblingsrestaurant, bei lecker Rentier- und Hirschfleisch mit Kartoffelpüree, Preiselbeeren und sauren Gurken, verbracht. Dazu gab es natürlich ein eiskaltes Karhu – Wohl bekomm’s! ?
Heute haben wir nur einen kleinen Schneespaziergang unternommen und wärmen unsere Füße schon wieder am Kamin auf ? Auch unser Bibo hatte heute seinen Testflug bei Schnee. Hat alles gut geklappt, wir sind also bereit und gut ausgerüstet für die nächsten Tage. ??
Etwas abgeschieden im Nordosten liegt der Bezirk Nordeste – Abgeschieden klingt gut, also nichts wie hin! ?
Lange Zeit wurde diese Ecke auf der Insel wirtschaftlich und touristisch vernachlässigt. Die Wege über das Festland waren so schlecht, dass Nordeste zu Fuß oder mit Fahrzeugen nur schwerlich zu erreichen war. In Folge dessen nutzten die Menschen also das Boot als Transportmittel. Den Hafen, den es dazu brauchte, finden wir unten am Ponta do Arnel*…
Von einer Aussichtsplattform, ca. 150 Meter über dem Meer, eröffnet sich die Sicht hinunter auf den Leuchtturm von Arnel. Unserem Instinkt folgend, lassen wir das Auto besser stehen und begeben uns zu Fuß auf den Weg nach unten. Schon als wir in die Straße einbiegen geht es steil nach unten, ausgeschildert mit “gefährliche Straße”, “35% Neigung” und “man solle doch besser zu Fuß gehen” …
Wohl wissend “dieser Weg wird kein leichter sein” geht’s erstmal runter zum Leuchtturm.
Nach ein paar kurvenreichen Wendungen (in der prallen Mittagssonne) ist er da – der Farol (portugiesisch Leuchtturm)! Es bietet sich uns eine wahnsinnige Aussicht auf den großen, blauen Atlantik, im Vordergrund das leuchtende Rot der Kuppel… Wunderschön!
Der 1876 gebaute, achteckige Turm ist der älteste Leuchtturm der Azoren.
Leider ist der Zutritt in dieses Exemplar untersagt. ? Also Beine in die Hand und weiter geht der Abstieg runter zum Ponta do Arnel. Die Sonne brennt und die Muskeln in den Beinen auch! Zähne zusammen beißen und durchhalten! Am Ende angelangt liegt vor uns ein zauberhafter, alter und winzig-winzig kleiner Hafen mit ein paar alten Fischerbooten. Die haben wir gleich mal zur Fotolocation umfunktioniert ?
Frank, ich habe heute ein Foto für dich!
Ich habe lange versucht die perfekte “Insta-Pose” zu finden um mich möglichst laaaaange vor dem Aufstieg zu drücken. Aber auch ich musste irgendwann einsehen, dass ein monstermäßiger Sonnenbrand, der sicherlich nahtlos in “den Sonnenstich meines Lebens” übergegangen wäre, in dieser Schatten freien Zone, absolut keine gute Alternative ist. Und somit: Auf ging’s!
Ehrlich! Ihr habt ja keine Ahnung!!!
Finally, we made it! ??
* Schlagzeilen machte Arnel kurz vor Ende des Ersten Weltkriegs. Im Oktober 1918 hatte das deutsche U-Boot SM U-139 das portugiesische SchlachtschiffAugusto de Castilho190 Kilometer südwestlich der Azoren versenkt. Nach sechs Tagen auf hoher See strandete ein Rettungsboot des Kriegsschiffs an der Küste beimPonta do Arnel. Die Matrosen konnten gerettet werden, womit dieser Ort in die Geschichte von Portugal einging.
Dienstag: Der Wecker klingelt, wir müssen früh aufstehen um unseren Flug von Flores nach São Miguel zu bekommen. Beim Frühstück packen wir uns noch zwei von diesen super leckeren Küchlein ein und dann geht es mit voll beladenem Auto auf zum Flughafen. Am Flughafen gibt es erst eine Durchsage, dann eine Zweite und dann eine Dritte: Unser Flug ist gecanceled!
Wegen Schlechtwetter! Ne, oder!? Doch! Kein Scherz! Wir wurden aber freundlicherweise auf den ersten Flug am Donnerstag (t0+2d) gebucht. Echt jetzt!? Ja! Ähm, ne!? Nicht mit uns! Oder besser gesagt, nicht mit Frank! ? Am Ende war dann aber auch mit ausgetüftelter Gesprächsführung nichts zu machen, denn es ging kein Flieger mehr nach Flores, oder von Flores weg.
Fazit: Wir sitzen auf Flores fest!
SATA(n) spendierte uns großzügig ein Hotel mit Frühstück, Mittagessen und Abendessen! Also nahmen wir auch alles in Anspruch und haben uns seit langem nicht mehr so gemästet gefühlt. Toll! ??
Mittwoch: Nachdem der Wecker ging wurde der Wetterbericht und die SATA(n) Homepage gecheckt: Wetter wird besser, 2 Plätze verfügbar! Also Attacke: Reiseveranstalter klein geredet (in Kurzform “Gummi geben” ?) und nach einem 5min Sprint-Schlemmerfrühstück (jetzt aber zacki-zacki) auf zum Flughafen, denn wir dürfen boarden! Woohoo!
Auf “den Schock am Morgen” gab’s dann vor der Gatecontrol erstmal 1,5 Liter Cola und 1 Liter Wasser zu verzehren, denn es soll ja nichts verkommen! ? Mit ca. 15min Verspätung und voll gefüllter Blase ging es dann um etwas nach 12 Uhr Ortszeit auf Richtung São Miguel.We made it! ?
Das Hochland von Flores ist eine gewaltige Seenplatte, gegliedert durch zerfurchtete Gebirgszüge und ebenmäßige Vulkankegel. Eine Rundfahrt über dieses einmalige Plateau bleibt unvergesslich …
Autofahrer unter sich – Hier wird sich noch gegrüßt!
Die sieben (portugiesisch: sete) Seen im Überblick: Branka, Seca, Comprida, Negra, Rasa, Funda, Lomba
… Sie alle entstanden bei gigantischen Explosionen, bei denen heißes Magma mit dem Grundwasser in Kontakt kam. Unvorstellbar was hier mal los gewesen sein muss!
Unser letzter See auf der Liste, der Lagoa Lomba, überraschte uns mit erstaunlich wenig Wasser und glich eher einer braun-grünen und sehr kargen Steppe als einem satten, grünen Kratersee… Dies hat rein gar nichts mit dem Klimawandel zu tun, sondern vielmehr damit das die Regenzeit noch nicht begonnen hat – Gut See braucht eben Weile! ?
Wir sind besonders fasziniert von diesen beiden Exemplaren: Dem Lagoa Rasa (10 Hektar groß, 16 Meter tief) und dem Lagoa Funda (35 Hektar groß, 22 Meter tief). Wunderschön in das Meer-Panorama eingebettet liegen sie da und zaubern uns ein breites Lächeln ins Gesicht! Einfach atemberaubend schön und unvergesslich!
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… Da wir auf Flores gesamt 6 Tage eingebucht hatten, hatten wir unbeschreiblich viel Zeit uns jeden See ausgiebig an zu schauen. Sicherlich können die Seen auch an einem Tag easy abgeklappert werden.
DerCascata do Poço do Bacalhau ist ein Wasserfall, der aus einer Höhe von etwa 90 Metern in einem Teich mündet.Alte Bewässerungssysteme der damaligen Bauern werden dabei heute noch genutzt um das Wasser ins Meer abzuführen, oder für das angrenzende Dorf zu nutzen.
Während der Wasserfall in der Regenzeit sehr aktiv und wuchtig ist, wird er im Sommer nur auf ein Rinnen in den Teich reduziert und wird dann häufig und gerne zum Baden genutzt.
Wir hatten also wahnsinnig viel Glück mit dem Regenwetter der letzten Tage und konnten das Schauspiel der herabfließenden Wassermassen* ausgiebig beobachten! ?
*Der Wasserfall wird aus den Bergen der Inselmitte gespeist, die sehr häufig mit Wolken bedeckt sind.
Gestern hatten wir leider nicht so viel Glück mit dem Wetter ? Dafür wurden wir heute um so mehr mit Sonnenschein ☀ beschenkt. Seht selbst!
360°-Bild
Lagoa Comprida (links, grün) & Lagoa Funda (rechts, schwarz) Die beiden Kraterseen liegen auf einer Höhe von etwa 560 Meter, auf Augenhöhe, direkt nebeneinander. Sie liegen im Naturschutzgebiet Reserva Natural do Morro Alto e Pico da Sé und sind Teil der Landschaft der Sete Lagoas („Sieben Seen“), die im Hochland von Flores liegen. Der dunkle, schwarz anmutende Lagoa Comprida ( „langer See“) ist 4,5 Hektar groß und 17 Meter tief. Sein grüner Nachbar, der 13 Hektar große Lagoa Funda (“tiefer See”) ist mit seinen 105 Metern Tiefe, der mit großem Abstand tiefste Kratersee der Azoren. Welch Ironie, dass der grüne Lagoa Funda hier auf Flores auch Caldeira Negra genannt wird, was soviel bedeutet wie “schwarzer Kessel” ?
“Team Grün”, oder “Team Schwarz”? Welcher Kratersee gefällt euch besser?
Der Tag neigt sich dem Ende zu, es wird Abend auf Pico! In Echtzeit kaum wahrnehmbar, im Zeitraffer ein eindrucksvolles Spektakel: Wolken entstehen in dieser wundervollen Kulisse zwischen der Insel Pico und der Insel São Jorge. Seht selbst! ?
Hier noch etwas Internet-Wissen:
… Die Kraft der Sonne heizt das Land und das Wasser an der Oberfläche auf. Durch die Wärme verwandelt sich ein Teil des flüssigen Wassers in gasförmiges Wasser: Es verdunstet. Weil warme Luft leichter ist als kalte, steigt sie auf. Kühlt die feuchtwarme Luft nach oben immer weiter ab, sammelt sich das überschüssige Wasser als Tröpfchen rund um winzige Staub- oder Rußteilchen. Man sagt auch, das Wasser kondensiert. Noch sind die Tropfen so klein und leicht, dass sie in der Luft schweben. Eine Wolke ist entstanden. …