Über die Wanderdünen hier im hohen Norden von Dänemark haben wir ja schon geschrieben und dass sie ganze Wälder “auf fressen”. Aber sie machen auch nicht vor Gebäuden halt. Ein solches Objekt wollten wir uns gestern mal etwas genauer angucken.

Hoch im Norden steht die “tilsandede Kirke“. Sie wurde im 13. Jahrhundert errichtet. Mit 38 Kirchenbänken war die Kirche damals die größte in der obersten Spitze von Dänemark.
Um 1770 erreichte das Sandtreiben der Wanderdünen die Kirche und sammelte sich zunächst an der Friedhofsmauer. Nach einem heftigen Sturm im Mai 1775 konnte der Eingang der Kirche nur noch durch ständiges Sandschaufeln freigehalten werden. Daher gab die Gemeinde die Kirche 1795 auf. Das Kirchenschiff wurde 1810 abgerissen, auf königlichen Erlass hin wurde der Turm jedoch als Seezeichen bewahrt.
von wikipedia

Und tatsächlich ist die Kirche schon von weitem zu sehen. Wir wundern uns ein wenig – weil soooo sehr eingesandet ist die nun auch nicht. Im inneren steht, dass der aktuelle Kirchenboden ca 20cm über dem damaligen Kirchenboden liegt … da stellt sich doch die Frage, wieso die nicht einfach weiter die Schüppe geschwungen haben, oder?
Allerdings haben wir auch irgendwo gelesen, dass die Befestigung der Dünen, durch z. B. bestimmte Pflanzen, wohl erst später angelegt wurde … vielleicht war es ja damals wirklich schlimmer!? 🙂

Also bis heute nur 20 cm eingesandet… Ein Besuch lohnt sich aber trotzdem, denn man kann den Turm sogar besteigen. Ein wenig Mut gehört schon dazu, alles sieht stabil gebaut aus, aber teilweise ist es schon sehr eng und die Stufen sind bereits rutschig von den ständigen Auf- und Abstiegen.

Und wenn man sich durch die ganzen Schwalben, die sich im Turm eingenistet haben, einmal durchgeschlagen hat, dann hat man auch eine sehr nette Aussicht.



Wie es an dem Tag weiter ging erfahrt ihr in einem neuen Post!