Nach ein paar Tagen auf den Füßen, wollten wir uns jetzt alternativ mal auf’s Rad wagen und das Hohe Venn auf dem Velo erkunden. Gesagt getan! ? ?
Die Räder ins Auto zu bekommen war schon ein erstes Highlight an diesem Tag! Es ist nämlich doch schon eine ganze Weile her das wir mit ihnen in anderen Ecken außer “alles rund um Köln” unterwegs waren.

Aber bitte ohne Katschen am Auto!! Naja, ein bisschen Schwund ist immer… Es musste schon gut gezirkelt werden um am Ende beide Räder halbwegs sicher im Kofferraum zu verstauen. Klappe zu, Räder drin und auf ging es ins gute, alte Roetgen – Unsrem Startpunkt für die heutige Route.
Uns noch aus alten Volleyball Tagen sehr gut bekannt, passieren wir die ein oder andere kleine Ortschaft, in der wir früher oft “Auswärts-“Spiele hatten. Home sweet Home! ?

Auto geparkt, Räder gesattelt los geht’s! Wir fahren kurz über die Hauptstraße und tauchen unmittelbar nach ihrer Überquerung in die schöne Landschaft der Umgebung ein. Vorbei an Kuhställen und Pferdewiesen peitscht uns der Fahrtwind ins Gesicht. Wir fahren der Sonne entgegen. ☀️

Nach ein paar Kilometern gerade aus, erreichen wir den ersten Anstieg des heutigen Tages. Vorher aber unbedingt noch eine kurze Stärkung in der Sonne nehmen.

Die Muskeln sind frisch, also geht’s konstant hoch und hoch und weiter hoch… Immer mit ganz leichtem Anstieg, aber eben konsequent nach oben. Ganz schön gemein, wenn ihr mich fragt!

Mit der ein oder anderen Rast am Wegesrand kämpfe ich mich hoch und freue mich über jede Strecke die auch mal wieder etwas abwärts führt. Am höchsten Punkt, auf ca. 600m erreichen wir das Hohe Venn. Wir sind ganz verzaubert von der schönen Moor-Landschaft und verweilen einen Augenblick, bevor wir wieder in die Pedale treten.

Das Wetter ist uns wirklich gut gesonnen. Überraschenderweise, denn wir hatten mit schlechterem Wetter gerechnet. Aber geht schon klar so! ?
Nach einer rasanten Downhill-Sause mit etwas knapp über 30km/h erreichen wir einen schönen Bachlauf, den wir kurzum zur Fotolocation nutzen.



Nach ein paar weiteren, geradelten und teilweise gekämpften (Berg auf!) Kilometern erreichen wir nach ca. 26 km Fahrt das Wesertal und den L’ac de Eupen. Ein wirkliches Highlight an diesem Tag. So schön kann Heimat sein! ?

Mit einem lauten Knall verabschieden wir uns von diesem schönen Stückchen Erde und Frank wird fortan auf der Felge weiter fahren…

Wie gut, dass ab hier nur noch gute 10km bis zum Auto auf uns warteten! ? ?
So kommen wir ganz ungewollt und völlig entspannt in den schönen Genuss der golden hour und nehmen noch die letzten Sonnenstrahlen des heutigen Tages mit nach Hause.


In slow motion zieht es uns die letzten Kilometer nochmal nach oben, nach unten und wieder hoch – keine Gnade für uns und für Franks Felge ?

Lang ist es her das wir den Vennbahnweg gefahren sind. Um so schöner war’s am Ende dann aber! Vergessen sind die brennenden Oberschenkel, der Crash der GoPro bei full speed, das Drohnen-“Flugverbot” am Moor, Ninas Hungerast, Franks geplatzter Reifen und die nun völlig verbogene Felge.
Wir sind stolz auf unsere 38km-Tour!

