Eigentlich alles ganz easy. Zur Mittagszeit los in Kittilä, Zwischenstop in München mit 2,5h Umsteigezeit, am frühen Abend in Düsseldorf, gemütliche Fahrt nach Hause … was soll schon schief gehen?
Die Fahrt zum Flughafen in Finnland gestaltet sich tatsächlich noch sehr entspannt. Nicht zu früh aufstehen. Klamotten und Hüttenschlüssel in Ruhe abgeben. Noch einmal zum finnischen Bäcker. Fahrt durch idyllische Landschaft. Alles easy.
Am Flughafen angekommen fängt es an zu schneien. Aber Frank weiß: “Die Finnen können mit dem Wetter umgehen – nicht wie am Münchener Flughafen!”
Pünktlich rein in den Flieger. Flieger enteisen: geht alles pünktlich und reibungslos vonstatten.

Leider haut dann ein paarmal das Timing mit dem Schnee-schippen auf der Startbahn nicht hin – so dass abwechselnd entweder die Startbahn voll Schnee liegt, oder das Flugzeug neu enteist werden muss…

Als es dann nach 1,5h endlich klappen KÖNNTE, kollabiert das Pushback Fahrzeug, welches unseren Flieger zurück auf die Landabahn hätte schieben sollen. Am Flughafen der pulsierenden Metropole Kittilä gibt es aber ja zum Glück zwei Pushback Fahrzeuge. Dumm nur, dass Pushback Fahrzeug Nummer 1 gestern bereits den Geist aufgegeben hat…
Also heißt es: warten auf den Mechaniker. Zum Glück haben die Piloten dann irgendwann auch die Nase voll. Die Durchsage: “Das Cockpit hat entschieden den Flieger nun manuell zu wenden! Das wird knapp mit dem Wendekreis, sollte aber klappen!” erlöst uns nach 2,5 Stunden Wartezeit im Flieger. Die Wendung klappt und wir schießen Vollgas über die grade wieder zuschneiende Startbahn den Wolken entgegen.

In München wirds dank dieses Schauspiels doch noch knapp. Aber da wir mit dem Bus am einen Flieger abgeholt und zum anderen gebracht werden, kriegen wir den Flieger und es kann doch noch halbwegs pünktlich zurück nach Düsseldorf gehen. Gut gemacht, Lufthansa!

Richtig – es war knapp in München. Und deswegen haben WIR den Umstieg auch geschaff. Auf unsere Koffer warten wir am Kofferband aber natürlich vergeblich. Also noch ab zur Reklamation in die Schlange stellen und die Zusendung unsere Koffer nach Hause organisieren.
Auf dem Rückweg nach Hause noch im Rewe vorbei Zahnbürsten kaufen. Von wegen wir sind entspannt am frühen Abend zuhause …
Die Koffer kamen dann zwei Tage später per Kurier bei uns zuhause an … merke: niemals den Versprechungen der Leute an der Kofferreklamation glauben (“Die sind spätenstens morgen bei Ihnen. Ganz sicher!”). Nina wußte vorher: “Das dauert zwei Wochen!”

Aber nicht die Gute Laune verderben lassen! Wir hatten einen schönen Urlaub! Und ganz ehrlich … was ist schon im Koffer was man zuhause wirklich vermissen würde?